Michael Lorang und Gerhard Spurk GdbR

KÜS - Neues aus der Autowelt
täglich aktuell von www.kues.de

    26. 5. 2020

    BMW M2 Competition: Die Fahrmaschine

    Im Tourenwagen- und GT-Sport auf der Rundstrecke ist BMW mit diversen Derivaten seit vielen Jahren eine Konstante und eine „Hausnummer“. Kein Wunder also, dass sich die Erfahrungen der Münchner Motorsport-Abteilung aus den vielfältigen nationalen und internationalen Herausforderungen auch in den besonders sportlichen Varianten der Serienproduktion niederschlagen. Das gilt insbesondere für das Fahrzeug, um das es hier geht.

    Mit dem M2 Competition (Wettbewerb) bereichert die BMW M GmbH, die zuständig für die extra starken Exemplare aus München ist, das Angebot in der Kompaktklasse. Ein Fahrzeug, das zu den „letzten seiner Art“ gehört, schon eine Zeitlang am Markt ist, trotzdem selten zu sehen. Eine Fahrmaschine ohne Kompromisse, nur mit den notwendigen elektronischen „Fesseln“.

    Regelmäßige Besucher der Nürburgring-Nordschleife werden alleine schon Optik und Akustik genießen. Das kompakte Sportcoupé aus München ist nicht, wie bei M3 und M4, eine Sonderedition. Der 410 PS starke, vom Rennsport abgeleitete Bolide ist das Nachfolgemodell des BMW M2. Und er ist, egal aus welchem Blickwinkel man diesen gedrungenen Kraftsportler mit dem aufgeladenen Reihen-Sechszylinder auch betrachtet, eine sensationelle Verheißung.

    Kürzer als M3 oder M4, erinnert der M2 Competition mit seiner breiten Masse aus konkaven und konvexen Formen an die ersten Ausgaben des BMW M3. Und das ist einige Jährchen her. BMW M ist nicht nur ein Meisterwerk der “Haute Couture aus Blech” gelungen. Die Münchner vertrauen auch beim Antrieb jenen technischen Voraussetzungen, die sie groß gemacht und ihnen einen unverwechselbaren Charakter mit auf den asphaltierten Lebensweg gegeben haben: Strotzende Power aus einem vorne längs eingebauten Reihensechszylinder, zusätzlich Turbo-beatmet.

    Fahreindrücke: Die urwüchsige Kraft, die aus diesem Aggregat resultiert, fühlt sich am kleinen, sehr griffigen Lenkrad, das jede Menge Rückmeldung offeriert, gierig nach Mehr an. Begleitet von einem Sound, der sich zum Ausschütten diverser Glückshormone eignet, wartet ein solches Fahrzeug eigentlich nur darauf, zum wilden Drift-Twist freigelassen zu werden, natürlich im Rahmen des Zulässigen.

    Es ist dabei nicht allein die Leistung von 410 PS des 1650 Kilo leichten Coupés, sondern vielmehr das maximale Drehmoment von 550 Newtonmetern, das den Sprint entweder mit Doppelkupplungsgetriebe oder Schalt-Paddeln zum Erlebnis macht. Fahren im Grenzbereich ist bei diesem Auto wie ein Flirt mit der „Prinzessin auf der Erbse“.

    Selten haben wir ein Auto bewegt, das ein solchen Mix aus Leistung, Gewicht, Fahrwerkseigenschaften und Handling-Performance aufweist. Es gibt sie also noch, die rein puristischen Autos die nichts als Spaß machen, die Kraft und gute Laune entfalten und – im Vergleich zu dem, was sonstwo aufgerufen wird – auch noch einigermaßen bezahlbar sind.

    Bezahlbar? Tatsächlich. Denn mit einem Basispreis von 61.900 Euro ist der BMW M2 Competition genau das, jedenfalls im Vergleich zu ähnlichen Angeboten am Markt.

    Fotos: BMW

    26. 5. 2020

    Neuwagen: Staatliche Kaufanreize für deutlichen Zuwachs

    Staatliche Kaufanreize könnten in Europa für eine Million zusätzliche Pkw-Neuzulassungen sorgen. Nach Berechnungen der Unternehmensberatung PwC entspricht das rund einem Fünftel des durch die Situation der letzten Monate verursachten Einbruchs der Neuwagenverkäufe.

    Allein in Europa ging im April 2020 die Zahl der Pkw-Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahresmonat um zirka 85 Prozent zurück. In Deutschland brach die Fahrzeugproduktion im April laut PwC um 97 Prozent ein, für Europa insgesamt schätzen die Experten einen ähnlichen Wert.

    In China ging die Produktion im selben Zeitraum nur um 82 Prozent zurück. Europa habe die Schließungen also offenbar noch konsequenter umgesetzt, so die Unternehmensberater. Für die USA beziffern die Experten ihre Schätzungen für den Produktionsausfall auf 99,9 Prozent.

    Foto: Daimler

    26. 5. 2020

    MINI-Sondermodell: “Countryman à la Dakar” von X-raid

    Es sind gerade einmal vier Monate vergangen, seit die Rallye Dakar zum ersten Mal auf der saudischen Halbinsel stattfand. An deren Ende stand ein deutlicher Sieg des Spaniers Carlos Sainz, auf einem von X-raid gebauten John Cooper Works (JCW) MINI Buggy. Der ist technisch zwar eng verwandt mit dem klassischen MINI Countryman als Rallye-Auto, verfügt aber nur über einen Zweirad-Antrieb und zeigt eine ganz andere Karosserieform. Es lag also für Teamchef Sven Quandt nahe, eine "zivile" Version des Rallye-Countryman als Service-Auto zum Sondermodell zu entwickeln.

    Das Sondermodell ist nun da, als „MINI Countryman powered by X-Raid”. Und zeigt sich in attraktivem, sehr sportlichem Outfit. Sehr ähnlich übrigens jenen MINI, die die großen Rallyes dieser Welt als schnelle Service-Truppe für Techniker und Ersatzteile begleiten.

    Die Unterschiede? Die Motorleistung (PS und Drehmoment) ist geblieben, auch, um die Servicefreundlichkeit im Alltag nicht zu schmälern. Die Zusatzentwicklung diente vor allem dem Fahrwerk: Da gibt es bereits in der Basis eine Höherlegung des Bodys um 20 Millimeter. Die wird ergänzt durch weitere 20 Millimeter Anhebung der Bodenfreiheit mittels größerer Felgen und Reifen. Aufgezogen werden Cooper Discoverer AT3-45-235/60R17, wie die Spezifikation andeutet, ein AT-Pneu, also ein “All Terrain“-Reifen, der für Asphalt und Geländeeinsatz ausgezeichnete Werte liefert. Die Felgen aus Leichtmetall ähneln stark den so genannten “Beadlock”-Produkten, die sowohl die eigentliche Felge (mittels eines abnehmbaren Rings) als auch den Reifen gegen seitliche Verletzungen schützt, aber auch die gesamte Rad-Reifen-Kombination größer erscheinen lässt.

    Ein aus Aluminium gefertigter, extra leichter Dachträger erweitert das Gepäckangebot: 75 Kilogramm dürfen dynamisch (also während des Fahrbetriebs) auf das Dach, im statischen Betrieb (also, wenn das Fahrzeug steht) dürfen es bis zu 300 Kilogramm sein, was zum Beispiel der Last aus Dachzelt plus zwei Personen entspricht. Zwei zusätzliche LED-Frontscheinwerfer ergänzen die technischen Umbauten. Und damit das Ganze auch ein entsprechend sportives Outfit erhält, zieren seitliche orangefarbene Designelemente, die sich auch auf der Fronthaube und auf dem kompletten Dach wiederfinden, die Karosserie. Dezent auffallend, aber nicht krawallig.

    So wird der MINI “Countryman à la Dakar” zum “Gesicht in der Menge”. Die Preise dafür hängen ganz vom Umfang der offerierten Features ab. Sie sind einzeln wie auch gebündelt zu haben.

    Fotos: Bernhard Filser, X-raid

    25. 5. 2020

    DTM, GT Masters, VLN und Co.: Motorsport auf dem Weg zu einer „neuen Normalität“

    Die großen Rennstreckenbetreiber in Deutschland sowie die Veranstalter und Ausrichter von Tourenwagenrennen, GT-Serien oder Markenpokalen suchen gemeinsam den Weg aus der aktuellen Situation und ihren Bedingungen. Die von den bisherigen Absagen und weiterhin geltenden Beschränkungen schwer getroffenen Anlagen auf dem Nürburgring, in Hockenheim, auf dem Lausitzring, dem Sachsenring und in Oschersleben versuchen ebenso wie Teams und Werkspiloten in einer konzertierten Aktion, den Motorsport auf der Rundstrecke in der zweiten Saisonhälfte noch „ins Laufen“ zu bringen. Oder besser gesagt „ins Fahren“.

    Das gilt sowohl für die Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM), die nach dem zum Jahresende angekündigten Ausstieg von Audi ohnehin vor einem existenziellen Problem steht. Es betrifft aber auch die ADAC GT Masers, in die das KÜS Team75 Bernhard mit Besitzer und Teamchef Timo Bernhard involviert ist. Hinzu kommen die im Rahmenprogramm verankerten Serien der Markenpokale. Es betrifft aber auch diverse Nachwuchs-Rennklassen. Beispielsweise ADAC TCR Germany, ADAC GT4 Germany oder die ADAC Formel 4. Ob der Porsche Carrera-Cup im Rahmenprogramm aller GT-Masters-Rennen noch gefahren werden kann, ist auch offen.

    Betroffen sind aber auch weniger bekannte Serien auf zwei statt auf vier Rädern. So wie etwa der Reinoldus Langstrecken Cup auf dem Nürburgring. Dieser Cup ist an die jeweiligen Rennveranstaltungen „angedockt“. Dort können ambitionierte Amateur-Motorradrennfahrer in einer eigenen Serie ihrem Hobby nachgehen. Auch die „Gummikuh-Reiter“ hoffen darauf, in diesem Jahr noch an den Start gehen zu können.

    Nach dem Stand der Dinge von heute soll das erste von geplanten sieben Renn-Wochenenden der ADAC GT Masters vom 31. Juli bis 2. August auf dem Lausitzring im Brandenburgischen über die Bühne gehen. Der Lausitzring ersetzt das im tschechischen Most vorgesehene Rennen, das aufgrund der bestehenden Reisebeschränkungen gecancelt werden musste. Dass derzeit alles noch ohne Fans an der Strecke und unter explizit vorgeschriebenen Hygiene- und Abstandsbestimmungen vonstattengehen muss, ist Voraussetzung für die Aufnahme des Rennbetriebs derzeit. Das Finale soll vom 6. bis 8. November in Oschersleben gefahren werden.

    Die DTM soll auf dem Stadtkurs in Nürnberg (Norisring) am 10. bis 12. Juli zum ersten Mal ihre Runden drehen. Zuvor hat der Dachverband, die ITR, offizielle Testfahrten für alle Teams anberaumt, die auf dem Nürburgring stattfinden sollen. Vom 8. bis 11. Juni sollen dort nach dem Infektionsschutzkonzept, das die ITR für die bevorstehende Saison entwickelt hat, für die DTM-Boliden Testfahrten möglich sein. Die Erprobungsfahrten und die ersten Rennen werden noch ohne Fans und Medien ausgetragen. Ob, und wenn ja, ab wann auch wieder Zuschauer an den Rennstrecken zugelassen sein werden, ist noch völlig unklar.

    Für die Nürburgring Langstreckenserie (NLS), die am 27. Juni mit einem 4h-Rennen beginnen soll, hat der Veranstalter, die VLN VV GmbH & Co. KG, einen zusätzlichen Probe- und Einstellfahrtentermin geplant. Am Montag, 15. Juni sollen die Teilnehmer der NLS von 09.00 bis 17.30 Uhr ausreichend Zeit haben, um auf der Kurzanbindung des Grand-Prix-Kurses und der Nordschleife Kilometer zu testen. Diese Variante wird auch während der vier- und sechsstündigen Rennen der NLS gefahren.

    Fotos: Braun, KÜS

    25. 5. 2020

    Recht: Dauer des Nutzungsausfalls

    Üblicherweise erhält man nach einem Verkehrsunfall bis zur Reparatur des Wagens einen Nutzungsausfall für wenige Wochen. Dauert die Reparatur aber mehr als ein Jahr, kann unter Umständen auch länger, kann Nutzungsausfall für diese Zeit beansprucht werden. Dies ergibt sich aus einer Entscheidung des Landgerichts Bielefeld vom 15. November 2019 (AZ: 2 O 85/16), wie die Arbeitsgemeinschaft Verkehrsrecht des Deutschen Anwaltvereins (DAV) mitteilt.

    Nach einem Verkehrsunfall dauerte die Reparatur des Autos des Unfallopfers sehr lange. Die Dauer verlängerte sich zusätzlich, weil die gegnerische Versicherung die Vorschusszahlungen an die Werkstatt verzögert hatte. Außerdem mussten für dieses Liebhaberfahrzeug besondere Ersatzteile beschafft werden. Nachdem das Auto repariert wurde, gab die Werkstatt es nicht frei, da die Rechnung noch nicht durch die gegnerische Versicherung bezahlt war.

    Die Frau fuhr mit ihrem Auto von und zur Arbeit. Nachdem es ihr nach einem Jahr immer noch nicht zur Verfügung stand, bekam sie ein Dienstfahrzeug. Sie verlangte Nutzungsausfall für diesen Zeitraum.

    Die Klage der Frau war erfolgreich. Das Landgericht verurteilte die gegnerische Versicherung zur Zahlung von Nutzungsausfall für 365 Tage in Höhe von 17.702,50 €. Man habe auch dann einen Anspruch auf Nutzungsausfall, wenn man sich kein Ersatzfahrzeug anmietet, begründeten die Richter ihre Entscheidung. Für das Liebhaberfahrzeug habe sie alle finanziellen Ressourcen aufgebraucht und sich noch Geld geliehen. Daher war es ihr nicht zumutbar, die Vorschusszahlungen auf die Reparatur oder die Abschlusszahlung auf die Rechnung von insgesamt 18.700 € zu leisten.

    Sie hätte die Zahlung auch nicht durch einen Kredit überbrücken können. Bei einem Jahresbruttoeinkommen zwischen 25 und 29.000 € kann sie nicht ohne weiteres einen Kredit aufnehmen. Außerdem würden die Kosten für das Darlehen die Betroffene bei ihrem Einkommen erheblich belasten. Daher habe sie sich auch kein Ersatzfahrzeug anschaffen können. Die Klägerin treffe hinsichtlich der langen Dauer des Nutzungsausfalls kein Mitverschulden. Dass Ersatzteile beschafft werden mussten und in der Werkstatt Mitarbeiter krank gewesen waren, gehöre zum Reparaturrisiko, welches nicht die Frau zu tragen habe.

    Wäre die gegnerische Versicherung ihren Zahlungsverpflichtungen rechtzeitig nachgekommen, hätte die Reparatur nicht so lange gedauert, erläutern die DAV-Verkehrsrechtsanwälte.

    25. 5. 2020

    ŠKODA Scooter: Für die letzte Meile

    ŠKODA bietet neu einen Scooter an, der speziell für Fahrten auf der „letzten Meile“ empfohlen wird, also auch für Freizeitaktivitäten für den Weg vom Fahrzeug zum Zielort und wieder zurück. Der Scooter, aus Stahl und Aluminium gefertigt, wiegt selbst fünf Kilogramm. Er kann mit bis zu 100 Kilogramm belastet werden, ist zu Transportzwecken zusammenklappbar und …

    ŠKODA Scooter: Für die letzte Meile Weiterlesen »

    ŠKODA bietet neu einen Scooter an, der speziell für Fahrten auf der „letzten Meile“ empfohlen wird, also auch für Freizeitaktivitäten für den Weg vom Fahrzeug zum Zielort und wieder zurück. Der Scooter, aus Stahl und Aluminium gefertigt, wiegt selbst fünf Kilogramm. Er kann mit bis zu 100 Kilogramm belastet werden, ist zu Transportzwecken zusammenklappbar und kostet 179 Euro.

    Quelle: www.kues.de